Von der Vergangenheit überholt

Es war fünf Tage vor der nächsten Reise, als ich eine Nachricht von der Deutschen Bahn erhalten habe. Meine Reisezeit ändert sich und meine Verbindung kommt früher an. 

Mit dieser Nachricht hat die Deutsche Bahn natürlich eine gewisse Erwartung geschürt und ich konnte mich fünf Tage darauf freuen. Und ich war gespannt was passieren würde.

Nun, der erste Zug von Innsbruck nach Mannheim (ICE1218) war die meiste Zeit über im Plan. Allerdings gab es schon immer wieder kurze Stehzeiten und so waren wir dann nach München schon 10 Minuten zu spät dran.

Um den Anschluss in Mannheim zu erwischen - und so in den Genuss der verfrühten Ankunft zu kommen - hatte ich 40 Minuten. Doch das Zeitfenster schloss sich aus verschiedensten Gründen auf 30, dann 16 und später 11 Minuten. Herzrasen. Nein. Auf die DB ist Verlass.

Das Zeitproblem 

Nachdem der angesprochene IC 2012 nach Dortmund auch Verspätung hatte, war es kein Problem ihn zu erwischen. Kaum hatte ich Platz genommen kam die Durchsage: "Die Weiterfahrt verzögert sich hier in Mannheim um 35 Minuten. Falls Sie nach Köln, Düsseldorf oder Dortmund müssen, können sie auch mit dem ICE auf Bahnsteig 3 fahren - sie kommen dann eine Stunde an ihrem Ziel an."

Auweh - gilt das auch für mich? Ich checkte schnell die Verbindungen. Ein anderer ICE, der sehr voll sein würde? Ohne Reservierung? Vergiss es. Dann doch lieber 30 Minuten in einem IC am Bahngleis stehen.

Man bleibt einfach man irgendwo stehen. Ohne Grund.
 

Die Wartezeit nutze ich für einen Abstecher am Bahnhof und dem Besorgen von Mittagessen. Zurück im Abteil fiel mir erst auf, dass es brutal abgekühlt war. Die Klimaanlage sorgt für Schockfrosting.

Bonn oder nicht Bonn? 

Apropos. Aufgrund von Personen am Gleis kam es nach Koblenz zu einem weiteren unplanmässigen Halt. Zwischenzeitlich drohte sogar ein Ausfall des versprochenen Halts in Bonn Hauptbahnhof. Auch Remagen und Andernach drohten zu entfallen. Der Zugbegleiter sagte immer Andernacht. Dabei war es noch gar nicht finster und es gab auch keinen Grund schwarz zu sehen.

Die Leute am Gleis entschieden sich dann doch dieses zu verlassen und so konnte der Zug wieder wie gewohnt die Schienen nutzen. Am Ende waren es 50 Minuten Verspätung in Bonn. So ein Zufall, denn erst ab 60 Minuten gibt's eine Entschädigung (25% vom Fahrpreis). 

Die Rückfahrt drei Tage später verlief dann übrigens planmäßig - zwar mit Verspätungen, aber die Anschlusszüge konnten alle erreicht werden. Es wurde aber auch nicht angekündigt früher anzukommenn.

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