Die Deutsche Bahn während der Euro 2024

 

Die Euro ist in vollem Gang

Das ganze Land ist gespannt. Wird die Europameisterschaft wieder ein Sommermärchen wie 2006? Wird die Deutsche Bahn dem angekündigten Fanansturm gerecht?

Zeit und Raum definieren seit jeher unser Leben und daher verwundert es nicht, dass diese Gesetze auch für den öffentlichen Verkehr gelten. 

Dabei ist man auf Bahnreisen vor allem darauf angewiesen wann (Zeit) und wo (Raum) man unterwegs ist. Es bestätigt sich: je früher desto besser (Zeit) und manche Strecken (Raum!) machen auch weniger Probleme. 

So sind es derzeit vor allem Unwetterschäden zwischen Würzburg und Nürnberg (Überflutungen Anfang Juni, wer erinnert sich?) sowie eine Baustelle zwischen Düsseldorf und Köln, die derzeit die Hauptgründe für Verspätungen auf der ICE-Strecke Münster/Dortmund - München darstellen.

Auf der Hinfahrt am Montag, 17. Juni, gab es via München, Mannheim und Frankfurt also keine Probleme, sondern sogar Pünktlichkeit und einen humorvoller Zugbegleiter im ICE815. Die zahlreichen Fußballgäste aus Schottland wurden mit einem herzhaften Welcome on Board begrüßt.

Als wir Stuttgart passierten, gab es sogar eine Sonderdurchsage über DAS Highlight an der Strecke: die Fußballarena des VfB Stuttgart, Spielstätte für das Spiel am Mittwoch Schottland-Schweiz.

Zum Drübersstreuen folgte noch die Ankündigung, dass wir demnächst den schönsten Bahnhof Deutschlands ansteuern. Frankfurt. Da waren die Schotten aber schon dicht.


 Alles in allem ein passable Fahrt ohne Zwischenfälle und Verspätung, viel gute Laune und Freude.

Zu Gast am schönsten Bahnhof Deutschlands

Spoiler: zwei Mal Glück in Folge hat man nicht. Denn gleich bei der Rückfahrt drei Tage später wendete sich das Blatt. In Siegburg schon in der Früh kurzzeitig Schockstarre. Der ICE813 nach Frankfurt hat 80 Minuten Verspätung wegen irgendwelchen Personen im Zug. Zum Glück musste ich zum ICE815. Glück gehabt, das hatte sich zum Verwechseln gleich angehört.

Der Umstieg am schönsten Bahnhof Deutschlands war dann leider weniger hektisch als geplant. Statt 14 Minuten hatte ich plötzlich 45 Minuten. Das war genug Zeit um mich in Frankfurt genau umzusehen. Von Arbeitskolleg:innen wurde ich schon vorab gewarnt den Bahnhof zu verlassen. Ja, schön ist es nur IM Bahnhof.

Weiter ging es Richtung Süden. Grund für die Verspätung war übrigens die angesprochene Baustelle vor Köln, die den ICE schon am frühen Morgen ausbremste. Mit der Umleitung bei Würzburg wuchs die Verspätung dann auf über eine Stunde an. Dafür konnte ich den malerischen Main bewundern.


Frankfurt Hauptbahnhof

Der Anschluss in München war also schon lange vor Erreichen der Weißwurst-City in weite Ferne gerückt. Dabei lohnt sich ein längerer Aufenthalt am Bahnhof München wirklich nicht.

Hoffentlich passen bei der nächsten Fahrt Raum und Zeit wieder besser zu meiner Strecke. Übrigens: Schottland und Schweiz trennten sich 1:1. 

Post scriptum:

Von München ging es dann mit Regionalzügen weiter in Richtung Heimat. Das war besser als 90 Minuten zu warten. Auch wenn man sowohl in München als auch in Kufstein zu den unwichtigen "Nebengleisen", wo die Regionalzüge de facto abfahren, immer weit gehen (meistens sprinten) muss.

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